Aktuelles aus dem Spatzennest

Das Kindergartenjahr 2021/2022 beginnt

Ein neues Kiga-Jahr startet und wir hoffen, dass es ein spannendes, interessantes und erfolgreiches Jahr für uns alle wird.

Wir von unserer Seite tun alles dafür. Wir alle im Team sind 2x geimpft und testen uns freiwillig 2x pro Woche. Für die Eltern gelten weiterhin folgende Corona-Hausregeln:

  1. Die Gruppen benutzen verschiedene Eingänge,
  2. Für Erwachsene gilt FFP-2- Maskenpflicht,
  3. Beim Betreten der Einrichtung müssen die Hände der Erwachsenen an den Dispendern desinfiziert werden, Kiga- Kinder gehen vor Betreten der Gruppenräume zum Händewaschen,
  4. Pro Gruppe dürfen nur 5 Erwachsene das Haus betreten, was durch Pfandbälle geregelt wird,
  5. Einhalten der Abstandsregeln untereinander.

 

Die Zusammenarbeit von Eltern und Team hat im vergangenen, nicht einfachen, Jahr hervorragend funktioniert und dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

Die letzten zwei Monate im vergangenen Kiga-Jahr waren prall gefüllt mit verschiedensten Aktionen und Angeboten für Kinder und Eltern, um viele ausgefallene Höhepunkte nachzuholen.

Für die Eltern gab es Elternabende zu den Themen „Gewalt gegen Kinder, sexueller Missbrauch“ durch einen Kriminalbeamten, „Verkehrserziehung- und Tüchtigkeit für und von Kindern“ durch eine Mitarbeiterin des ADAC und „Eingewöhnung“ für die Neustarter vom Kiga-Team, die alle unter Einhaltung des Hygienekonzeptes abgehalten werden konnten.

Für die Vorschulkinder wurde „Verkehrserziehung und Schulwegtraining“ durch den ADAC und  „Ein Tag im Wald“ durch Frau Buse angeboten und mit Begeisterung durchgeführt.

Alle Kinder gingen ins Freilichttheater „Nils Holgersson“ vor dem Pelkovenschlössl und genossen ein lustiges, herrlich inszeniertes Kasperltheater von unserem hoch engagierten Elternbeirat.

Jeder schöne Tag wurde im Garten genutzt und fast alles nachgeholt, was durch die verschiedenen Einschränkungen nicht möglich war.

Wir hoffen, dass wir dem kommenden Jahr ohne große Sorgen und Einschränkungen entgegen gehen können, denn wir haben mit dem Thema „Maus, Schwein, Huhn und Hund, auf dem Bauernhof geht`s rund“ viel geplant und freuen uns darauf.

 

Ihr Kiga-Team


Ein Jahr Corona im Spatzennest…

Am Freitag, 13. März 2020 kam Corona auch bei uns im Kindergarten St. Mauritius an. Da wurde verkündet, dass ab 16.3.2020 alle Kitas geschlossen sind. Was genau dies für uns bedeutete, haben wir im Pfarrbrief „Glut unter der Asche“ S. 36/37 beschrieben.

Wir kamen relativ glimpflich davon, denn nur eine Kollegin und ein Kind waren in all der zeit positiv getestet und erkrankt. Gleich nach den Sommerferien mussten wir im September 2020 2 Gruppen für zwei Wochen schließen und zwei weitere Kolleginnen in Quarantäne. Danach aber war alles „fast wieder normal!“

Jetzt ist ein gutes Jahr vergangen und dieses Jahr hatte für uns alle Höhen und Tiefen. Immer wieder wurde der Kindergartenbetrieb wegen hoher Inzidenzzahlen auf die Notbetreuung reduziert und alles durcheinander gewirbelt.

Informationen von den zuständigen Stellen kamen sehr spät und vergrößerten noch die Unsicherheit und Planbarkeit der nächsten Tage und Wochen.

Wir versuchten, mit den Kindern und ihren Familien, die nicht zur Notbetreuung kommen durften, Kontakt zu halten, indem wir Mails verschickten und „Hausaufgaben“ für die Kinder persönlich, postalisch oder per mail verteilten.

Sehr viele Kinder beteiligten sich und schickten uns ihre Werke zurück.

Für die Kinder, die in die Notbetreuung kamen, ging der pädagogische Alltag ganz wie gewohnt weiter. Alle Projekte wurden erarbeitet und wenn auch mit kleinerer Gruppenstärke, dafür aber umso intensiver, erlebt.

Die Mischung der Gruppen war nicht erlaubt und so war die Planung der gemeinsamen Pause in der Turnhalle und viele andere gewohnte Abläufe eine kleine logistische Herausforderung, die wir aber Dank hoher Flexibilität von Kindern und Team gut meisterten.

Viele lieb gewonnene Projekte wie Obst- und Gemüsetag, Kochtag, Müslitag und Spielzeugtag konnten nicht durchgeführt werden.

Als es langsam besser wurde und immer mehr Kinder in den eingeschränkten Regelbetrieb kommen konnten, füllte sich unser Spatzennest wieder mit Gezwitscher und Flügelschlagen der kleinen Spatzen.

Erstaunlicherweise waren die Erleichterung und die Freude der Kinder, die mehrmals über mehrere Wochen nicht in den Kindergarten kommen konnten, größer als die Angst vor einem weiteren Neuanfang, wenn auch so mancher wieder eine kleine Eingewöhnungszeit brauchte.

Die Spielkameraden fanden sich in kürzester Zeit wieder, andere Kombinationen bereicherten den Freundeskreis und die Erleichterung, endlich wieder in seinem Kindergarten, seiner Gruppe, bei seinen Freunden, seinen Erzieherinnen zu sein, war überall zu spüren. Ein tolles Gefühl für uns alle.

Auch für uns als Team war es spannend und interessant, wie sich die Kinder „in den Wochen der Verbannung“ weiter entwickelt hatten sowohl physisch als auch in ihrer psychischen Reife.

Dank der nie nachlassenden Unterstützung unserer Kiga-Eltern, unsere Hausregeln (Maskenpflicht, Hände desinfizieren, Pfandball zur Kontaktreduzierung, Abstand halten,….) mit uns gemeinsam einzuhalten, sich den ständig wechselnden Öffnungszeiten anzupassen uvm., sind wir gut durch dieses Jahr gekommen. Dafür gebührt allen Eltern unser großer Dank und unsere größte Hochachtung.

Alle Feste, die im Jahreslauf geplant waren (Geburtstage, Halloween, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Fasching,…) fanden statt, zwar mit einigen Einschränkungen ( keine Mischung der Gruppen, keine mitgebrachten Schmausereien,…) aber gemeinsam mit den Freunden. Nur die Zahl  der Teilnehmer variierte von 6-20 pro Gruppe. So haben wenigstens die Kinder alle Höhepunkte des Jahres erleben können, wenn wir schon keine Eltern dazu einladen konnten.

Sogar einen Maibaum stellten wir auf. (Siehe Sommer-Pfarrbrief 2021 - S. 42/43: „Endlich ist er wieder da")

Wenn man die Kinder nach einem Jahr fragt, was sie denn eigentlich so über Corona wissen, kommen erstaunliche Details:

  • Corona ist ein Virus, eine ansteckende schlimme Krankheit, wo man ins Krankenhaus gehen muss oder wo man sterben kann,
  • Man kann sich bei Menschen, Tieren, beim Händegeben, beim Küssen (hihi), beim Reden, beim Husten, beim Atmen, beim Niesen und beim „Redenspucken“ und vor allem in der Familie anstecken, weil man da so eng zusammen ist,
  • Deshalb muss man viel Abstand halten, nicht die Hände geben, Masken tragen und oft die Hände waschen,….

             

Auf die Frage „Was hast du denn in der Coronazeit am meisten vermisst?“ kamen auch ganz klare und offene Antworten:

  • Meine Freunde, dass man nicht viele treffen durfte,
  • Da konnte man nicht draußen spielen, weil der Papa Angst hat,
  • Dass man seine Familie nicht besuchen durfte,
  • Den Kindergarten, die Schwimmschule, den Sportverein,
  • Das Einkaufen, das Kino, Playmobilland, Legowelt,
  • Den Urlaub in der Türkei oder Griechenland,

 

und die Frage „Worauf freut ihr euch, wenn Corona vorbei ist?“ wurde schnell und sicher beantwortet:

  • Auf das Kino, das Schwimmbad, Party feiern, Geburtstag feiern mit Freunden,
  • Dass alles so ist, wie es sein soll!

 

„Gab es denn auch gute Dinge in der Coronazeit?“ Über diese Frage dachten die Kinder etwas länger nach, dann aber kamen folgende Antworten:

  • Da hatte man mehr Zeit zum Flöte oder Gitarre üben, zum Spielen,
  • Da konnte man verschlafen und länger im Schlafanzug bleiben,
  • Da durfte man mehr und länger fernsehen und mehr Süßes essen,
  • Wenn die Eltern frei hatten, hatten sie mehr Zeit für uns, wir konnten mehr miteinander spielen,
  • Wenn die Eltern homeoffice hatten, durfte man noch mehr fernsehen,
  • Da konnte man in den Hof gehen, wann man wollte,
  • Da konnte man sich nicht anstecken, weil man keinen gesehen hat, das war man in Sicherheit…..
  • Da konnte man wenigstens in die Notbetreuung gehen, da gab es viele Ausnahmen, wenn weniger Kinder da waren,

 

Unser Team tat und tut alles, um eine Infektion oder Ansteckung zu vermeiden und eine Schließung einzelner Gruppen oder der ganzen Einrichtung zu verhindern:

  • Wir tragen den gesamten Tag über Masken, was sehr anstrengend und im täglichen Kontakt mit den Kindern für alle nicht ganz leicht ist,
  • Wir reinigen zusätzlich zur Reinigungsfirma alle Türgriffe, Pfandbälle uvm. mehrmals täglich,
  • Wir ließen uns alle so schnell als möglich impfen,
  • Wir testen uns freiwillig zweimal in der Woche vor Dienstantritt im Kindergarten,
  • Wir halten alle nötigen Regeln ein, auch wenn sie den Alltag nicht unbedingt erleichtern,
  • Wir sorgen bei Eltern, Kindern und Kooperationspartnern dafür, dass alle Regeln eingehalten werden,
  • Wir schaffen für die Kinder eine Atmosphäre, in der Corona nicht immer präsent ist, denn die Kinder leben und erleben seit über einem Jahr Corona hautnah in allen Bereichen, die sie betreffen.

 

Die Einschränkungen, Regeln, Hygienemaßnahmen und vor allem die Sicht und Einstellung der Kinder haben uns einen neuen Blick auf das Wesentliche und/oder auch auf Kleinigkeiten geschenkt.

Wir sehen jeden Tag als neue Chance, als Herausforderung, als Geschenk, die wir gemeinsam annehmen und bewältigen…. Die Kraft dafür steckt in jedem von uns, egal, ob klein oder groß.

 

Ihr Kindergartenteam